Mein Rundflug über BerlinAnlässlich der letzten Jahreshauptversammlung im März 2008 wurde mir die Silberne Ehrennadel der Milsper TurnVereinigung verliehen. Das war eigentlich schon ungewöhnlich, denn man kommt normalerweise erst mit 25 Jahren Mitgliedschaft zu dieser Ehrung. Ich aber war erst 22 Jahre im Verein, dabei aber bereits seit 20 Jahren der stellvertretende Vorsitzende an der Seite von Klaus Oberlack. Damit wurde diese Ehrung, mit der ich völlig überrascht wurde, begründet.Als weiteres Dankeschön wurde mir außerdem ein Flugschein für einen Rundflug mit dem „Rosinenbomber“ über meiner Heimatstadt Berlin überreicht.
Zu den „Rosinenbombern“ habe ich eine besondere Beziehung:Kurz nach der Blockade Berlins bin ich im Ostteil der geteilten Stadt geboren. Nachdem unsere Familie dann ohne Genehmigung – also illegal – nach Westberlin geflohen waren, sind täglich viele dieser Maschinen über uns hinweg zum Flughafen Tempelhof geflogen. Es waren die Militärmaschinen der Amerikaner und der Briten.
1956 wollten meine Eltern mit mir den Urlaub im Ferienlager des Landessportbundes Berlin in Heiligenhafen an der Ostsee verbringen. Als „Illegale Flüchtlinge“ durften wir jedoch nicht mit Auto oder Bahn durch die „Sowjetzone“ fahren; wir wären sofort wegen „Republikflucht“ im Gefängnis gelandet. Mein Vater hat es dann geschafft, drei der begehrten Flugscheine mit einer britischen Militärmaschine zu bekommen. So flogen wir dann mit einer Douglas DC 3 (Militärvariante „C 47“), die in Berlin nur „Dakota“ genannt wurde, von Berlin-Tempelhof nach Hamburg-Fuhlsbüttel und zurück. Mein erster Flug überhaupt, und dann mit einem „Rosinenbomber“.Jetzt, nach fast genau 52 Jahren, bin ich mit solch einer Flug-Maschine wieder von Tempelhof zu einem Rundflug über meine Heimatstadt gestartet. Am 5. Juli war es soweit. Ich habe viele „Ecken“ meiner Kinder- und Jugendzeit von oben gesehen – das Haus in dem wir wohnten, meine Schule und die Gewässer, auf denen ich viel gepaddelt bin.
Viel Spaß mit den weiteren Berichten und Bildern, denn für mich war es