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Flughafen Tempelhof
Bis zum Ende des 19.Jahrhunderts wurde das „Tempelhofer Feld“ als Exerzierplatz der preußischen Armee genutzt.
 
1885 stieg dann Freiherr Hugo vom Hagen mit einem Ballon von dort aus auf und machte Luftbilder von Berlin.
1909 haben die Brüder Orville und Wilbur Wright, die in den USA im Jahr 1903 den 1. Motorflug geschafft hatten, über Berlin ihr Flugzeug vorgestellt. Gestartet sind sie in Tempelhof.
 
1923 wurde Tempelhof der 1. „echte“ Zivilflughafen in Mitteleuropa – allerdings mit recht bescheidenen Holzbaracken und –schuppen.
 
1929 wurden schon mehr als 42.000 Passagiere gezählt. Das in einer Zeit, als man eigentlich nur mit der Bahn, allenfalls mit einem Auto oder Motorrad fuhr. Fliegen war etwas ganz Besonderes und hatte den Touch eines Abenteuers. Nur die ganz Reichen konnten sich so etwas leisten.
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Ab Ende der 50er Jahre bis zur deutschen Wiedervereinigung im Oktober 1990 flogen nur Maschinen der zivilen Fluggesellschaften aus Amerika (PAN AM), England (Britisch Airways) und Frankreich (Air France) Tempelhof an. Die Lufthansa und andere deutsche Flieger durften wegen des besonderen politischen (4-Mächte-) Status der Stadt nicht nach Berlin. Alle Maschinen mussten durch die 3 „Luftkorridore“ - jeweils 10 km breit - von Hamburg, Hannover oder Frankfurt über „Sowjetzonen“-gebiet (später DDR) nach Westberlin fliegen.

 

31.10.2008:  Der Flughafen Tempelhof wird trotz starker Proteste der Berliner Bevölkerung endgültig geschlossen.

Der (ehem. Ost-)Flughafen Schönefeld soll zum größten Flughafen Berlins ausgebaut werden.

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Die Machthaber im Dritten Reich wollten dann in den 30er Jahren den größten und schönsten Zivilflughafen mit Zuschauertribünen für bis zu 100.000 Besucher errichten.
 
1940 war der Neubau im Wesentlichen fertig gestellt, aber erst nach Kriegsende wurde der Flughafen dann in Betrieb genommen. Viele Gebäudeteile sind aber nie bezugsfertig geworden und auch bis heute nie genutzt worden.
 
In den 50er und 60er Jahren wurden viele Internationale Flughäfen auf der ganzen Welt nach dem Muster des Flughafens Tempelhof geplant und gebaut. Das hat ihm den Titel „Mutter aller Flughäfen“ eingebracht.
 
Zunächst sind nach dem 2.Weltkrieg nur Militärmaschinen der westlichen Alliierten in Tempelhof gelandet und gestartet. Weltberühmt wurde der Flughafen während der Blockade Westberlins 1948-1949. Er war der wichtigste Stützpunkt für die „Luftbrücke“, der Versorgung der 2,1 Mio. Berliner durch die Luft.
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zuletzt aktualisiert am: 08. Januar 2012

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