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Berliner Luftbrücke
Wenn die Maschinen von Berliner Frauen und Männern von Hand entladen wurden, konnten sie die ca. 25 - 30 Minuten für eine Tasse Kaffee und eine Zigarette nutzen. Es wurden sogar mobile Snackbars und fahrbare Wetterstationen auf den Flugfeldern eingesetzt, damit die Piloten keine Zeit mit den langen Wegen zu Büros oder Kantinen verloren. Dann ging es wieder zurück - neue Lebensmittel, Medikamente, Kohlen oder auch ein komplettes Kohle-Kraftwerk (das spätere „Kraftwerk Reuter“) abholen. In Statistiken wurden „Rekordlisten“ geführt. Der Tag mit den meisten Flügen und mit der meisten Fracht – Die Woche mit den meisten Flügen und mit der meisten Fracht – Der Monat mit .......
 
Es wurden aber nicht nur Hilfsgüter nach Berlin geflogen. Die wieder zurückfliegenden Maschinen nahmen auch in Berlin gefertigte Waren mit. Auf den Kisten prangte ein besonderer Aufdruck: „Made in blockaded Berlin“ und dazu ein in Ketten gelegter Berliner Bär. Die Alliierten flogen außerdem über 15000 kranke und unterernährte Kinder nach Westdeutschland. Die ungewöhnliche „Fracht“ wurde von den Piloten auch mit besonderer Sorgfalt behandelt.
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Aber auch die in Berlin verbliebenen Kinder profitierten in besonderem Maße von den Piloten. Anfangs hat nur der Pilot Gail Halvorsen seine eigene Schokoladeration an kleine Minifallschirme aus Taschentüchern gebunden und beim Landeanflug aus dem Cockpitfenster geworfen, nachdem er den wartenden Kindern mit wackelnden Flügeln ein Zeichen gab. Dann haben – inzwischen mit Genehmigung der Luftbrückenleitung und großer Unterstützung der amerikanischen Öffentlichkeit („Operation little Vittles“) - immer mehr seiner Kollegen bei dieser Aktion mitgemacht und alle „Onkel Schokoladenflieger“ wurden von den Kindern in der Anflugschneise sehnsüchtig erwartet.
 
Ernst Reuter hat bei einer viel beachteten Ansprache am 9.September 1949 vor 300.000 Berlinern auf dem Platz vor dem zerstörten Reichtagsgebäude seinen weltberühmten Satz in die Welt hinaus gerufen: „Ihr Völker der Welt, ihr Völker in Amerika, in England, in Frankreich, in Italien! Schaut auf diese Stadt und erkennt, dass ihr diese Stadt und dieses Volk nicht preisgeben dürft und nicht preisgeben könnt!  ...“ Kurz darauf (5.Dez.) waren im Westteil Berlins Wahlen zum Abgeordnetenhaus. Bei diesen Wahlen wurde Ernst Reuter, der schon längst zur Symbolfigur des Berliner Durchhaltewillens geworden war, zum Oberbürgermeister gewählt. Leider verstarb er schon am 29.09.1953.
Am 31.12.1948 wurde der 100.000. Flug nach Berlin verzeichnet.
 
Der Tag mit dem größten Flugaufkommen war der 16. April 1949. An diesem Tag landeten 1.398 Flugzeuge mit 12.940 Tonnen Güter - alle 62 Sek. eine Maschine. Insgesamt wurden während der Luftbrücke, die über den 12.Mai 1949 noch bis zum 30. September 1949 fortgesetzt wurde, bei 278.228 Flügen 2.325.509 Tonnen Fracht nach Westberlin gebracht. Leider gab es aber nicht nur positive Statistiken. Soviel Einsatz hatte leider auch Unfälle zur Folge. Insgesamt verloren bei Abstürzen/Unfällen 76 Personen ihr Leben. Zum Gedenken an ihre Hilfsbereitschaft, die sie teuer bezahlten, wurde 1951 das Luftbrückendenkmal mit allen Namen errichtet. Es symbolisiert einen (Luft-)Brückenpfeiler mit den drei Luftkorridoren.
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Ohne die vielen Hilfsgüter hätten die Berliner nicht überleben können. Das brachte auch der erste Lastwagen, der am 12. Mai 1949 wieder westdeutsches Gebiet erreicht hatte, zum Ausdruck. An seinem Kühler hing ein großes Schild mit der Aufschrift

„HURRA – WIR LEBEN NOCH“.

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zuletzt aktualisiert am: 08. Januar 2012

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