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Der Beginn der Berliner Luftbrücke ist jetzt fast auf den Tag genau 60 Jahre her. |
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Das Nachkriegs-Berlin wurde vom „Kalten Krieg“ besonders getroffen. Die Stadt wurde 1945 in 4 „Sektoren“ geteilt und jede „Siegermacht“ erhielt einen Teil Berlins. Die Verwaltung übernahm ein Alliierter Kontrollrat. Nachdem jedoch die Sowjets am 20.März 1948 diesen Rat unter Protesten verlassen hatten, spitzte sich die politische Lage Berlins zwischen „Ost“ und „West“ dramatisch zu. Die 3 Westsektoren (amerikanischer, englischer und französischer Sektor) mussten, da entsprechende landwirtschaftliche Flächen und Lebensmittelbetriebe nicht vorhanden waren, über Bahnlinien, Straßenverbindungen und Wasserwege (Transitwege) aus Westdeutschland versorgt werden. |
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Das funktionierte auch bis zum 24.Juni 1948 ganz gut. An diesem Morgen um 2 Uhr wurden jedoch von den sowjetischen Soldaten die Zufahrtswege zu Land und Wasser völlig gesperrt und niemand konnte nach Berlin (West) oder von dort nach Westdeutschland.Die westlichen Alliierten sollten durch die Blockade unter Druck gebracht werden, um sie vom Vorhaben einer gemeinsamen (kapitalistischen) Wirtschaftszone wieder abzubringen. Als offizielle Begründung wurde jedoch angeführt, dass „Banditen“ und „kriminelle Elemente“ versucht hätten, illegal in die sowjetische Besatzungszone einzureisen. General Lucius D. Clay, US-Militärgouverneur in Deutschland, überlegte am 26.06.1948 zusammen mit General LeMay , Oberkommandierender der US Air Force Europe, wie viele Flugzeuge benötigt werden, wenn täglich 500 Tonnen über einen Zeitraum von 3-6 Wochen nach Berlin gebracht werden. Ergebnis: 30 Maschinen. |
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Am 28.06.1948 wurden dann 295 Tonnen von amerikanischen und britischen Fliegern nach Berlin gebracht. Die „Berliner Luftbrücke“ zur Versorgung der westlichen Sektoren der Stadt war geboren. Bei den 30 Flugzeugen blieb es nicht, denn auch die angedachten 500 Tonnen reichten bei weitem für 2,1 Millionen Berliner, die versorgt werden mussten, nicht aus. Außerdem hat die Blockade nicht nur 3-6 Wochen gedauert, sondern 323 Tage – also fast 11 Monate! Von Tag zu Tag kamen immer mehr Flugzeuge mit immer mehr Gütern nach Berlin. Auch die französischen Militärs beteiligten sich an dem logistisch größten Luftbrückenunternehmen, das jemals durchgeführt wurde. Auch Hilfsprogramme nach dieser Berliner Luftbrücke haben nicht mehr diesen Umfang erreicht. |
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Versorgt wurde Berlin von Flughäfen in Schleswig, Lübeck, Hamburg, Fassberg (Niedersachsen), Celle, Wunsdorf, Frankfurt, Wiesbaden und Bad Homburg. In Hamburg auf der Elbe starteten auch Riesenflugboote, die dann auf der Havel in Berlin wieder landeten. Die Flugzeuge landeten zunächst erst nur in Tempelhof. Während der Blockade wurden dann aber die Rollbahnen auch in Tegel und Gatow mit perforierten Stahlplatten, so genannten PSP-Platten (Pierced Steel Planking), hergerichtet. Auch der Flughafen Tempelhof musste dem erhöhten Flugaufkommen angepasst werden; 19.000 Berliner Handwerker und Hilfskräfte, davon 40 % Frauen, haben in mehr als 1.000.000 Arbeitsstunden das Tempelhofer Flugfeld in Ordnung gebracht. Die Piloten hatten jedoch einen weitaus schwereren und gefährlicheren Job. Geflogen wurde „auf Sicht“ – ohne Autopilot, ohne Radar und zuerst auch ohne Funk. Bei „Wind und Wetter“, ob bei Sonnenschein oder Schneefall, ob bei Sturm oder Regen, sie waren immer unterwegs, um den Berlinern das Überleben zu ermöglichen. Die physische und psychische Belastung der Piloten war enorm. Sie flogen teilweise 16 und auch mal 20 Stunden am Tag. Manche mussten sich mit 2-3 anderen Piloten ein Bett im „Schichtbetrieb“ teilen. Zusätzlich zu den Hilfsgütern musste auch die Versorgung der Piloten und Kraftstoffe sowie Ersatzteile für die Flugzeuge herangeschafft werden. Bei Engpässen konnte es auch vorkommen, das ein Flugzeug schon mal 3 Tage ohne Seitentür flog. (Fast) alles war damals möglich. |
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