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Geschichte

Milsper Turnvereinigung von 1874 e.V.

Die Vereinsgeschichte:

1874 wurde die Milsper Turnvereinigung gegründet. Exakt war es der 8. Mai 1874, als sich auf Initiative des aus Hagen stammenden W. Bertelt 25 Männer im damaligen Gasthof Oberhof trafen, um die Gründung des „Turnverein Milspe“ zu vollziehen. Aus ihrer Mitte wurde August Lusebrink als Vorsitzender gewählt. Der Verein schloss sich noch im gleichen Jahr dem Märkischen Gau und somit der Deutschen Turnerschaft (DT) an.

Bei der 1879 vorgenommen Einteilung des Gaues in 7 Bezirke wurde der Turnverein Milspe dem Bezirk Hagen - Schwelm zugeteilt, dem er auch heute noch angehört.

Zweimal pro Woche wurde im obengenannten Gasthof geturnt, in dem unter anderem auch Gottesdienste stattfanden. Auf der ersten Hauptversammlung 1875 fiel die Wahl des Vorsitzenden auf Gustav Bröking. Viele Vorsitzende hat die Turnvereinigung Milspe nicht vorzuweisen, so gab es in den 125 Jahren gerade mal 6 Vorsitzende.

Die erste Vereinsfahne wurde 1875 auf dem Stiftungsfest eingeweiht.

Seit 1880 nehmen an allen deutschen Turnfesten Mitglieder des Vereines mit teilweisen großen Erfolgen teil.

Neben dem Turnen gab es zunächst keine weiteren sportlichen Betätigungsmöglichkeiten im Verein, da es an einem geeigneten Sportgelände fehlte. Erst nach Ende des 1. Weltkrieges konnte auch die damals populäre Sportart „Schlagball“ betrieben werden. Wenig später folgte die Gründung einer „Faustballmannschaft“.

Das wurde möglich als sich der Fußballclub „Adler Wunderbau“ dem Verein anschloß und die Milsper Turner dessen Sportplatz mitbenutzen durften. Doch schon 1920 wurde dieses Gelände anderweitiger Bestimmung zugeführt, die Fußballer verließen den Verein wieder. Auf Initiative des damaligen Vorsitzenden Dahlhoff erhielt der Verein 1920 von der Firma Altenloh, Brinck & CO. das heute noch bestehende Vereinsgelände „An der Kehr“ als Schenkung.

Hier wurde bereits ein Jahr später mit dem Projekt „Bau eines Sportplatzes“ begonnen und 1928 besaß der Verein schließlich einen eigenen Sportplatz. Nun hatte man die Möglichkeit, den Verein auszuweiten und so wurden 1920 Abteilungen für die männliche Jugend und für Schüler ins Leben gerufen.

1924 öffnete man sich auch für das weibliche Geschlecht. Es wurde eine Frauen- und Gymnastikabteilung gegründet, die bis zum heutigen Tag bestand hat. Nur ein Jahr später konnten auch die weibliche Jugend und Schülerinnen im Verein ihren sportlichen Neigungen nachgehen.

1921 schlossen sich der „Turnverein Milspe“ und der Turnverein „Jahn Beringhausen“ zusammen.

 Es entstand die „Milsper Turnvereinigung von 1874 e.V.“

Der Sportplatz an der Kehr war eine Initialzündung für das Vereinsleben; neue Kräfte wurden freigesetzt. Das trug schon bald für den Sport in Milspe seine Früchte. 1922 wurde der Wunsch laut, Feld-Handball als weitere Sportart in die MTV74 zu integrieren. Dieses wurde zwei Jahre später in die Tat umgesetzt. Ab 1982 spielte auch eine Damenmannschaft im Handball für die MTV 74. So entwickelte sich der Verein immer mehr und es wurden immer mehr Sportarten in der MTV74 angeboten.

1971 gab es erste Überlegungen die „Kehr“ zu Tennisplätzen umzubauen. Doch dieses scheiterte am großen Widerstand der Älteren im Vorstand. Der Platz blieb unbenutzt und verharrte im Dornröschenschlaf. Da die Firma „ABC“ versuchte das Gelände zu erwerben um Parkplätze zu bauen, gelang es dem jungen Vorstand auch die größten Zweifler davon zu überzeugen, daß der Platz auch weiterhin als Sportgelände erhalten bleiben mußte und so wurde schließlich „Grünes Licht“ für den Tennissport gegeben. Noch im Herbst 1974 wurde mit den Arbeiten begonnen. Ab 1975 konnte der Spielbetrieb aufgenommen werden. 1990 konnte mit dem Bau des neuen Vereinsheimes begonnen werden.
Im September des folgenden Jahres ging ein langersehnter Wunsch der MTV74 in Erfüllung. Das neue Vereinshaus wurde am 21.09.1991 feierlich eingeweiht und seiner Bestimmung übergeben.

Inzwischen kann die MTV74 stolz auf Gruppen in 9 verschiedenen Sportarten schauen. So ist die MTV74 beim Faustball, Jazz – Tanzen, Tennis, Turnen, Gymnastik, Kanusport, Fechten, Badminton und der Leichtathletik stets erfolgreich vertreten.

Von Veränderungen und schweren Zeiten ist die MTV 74 nicht verschont geblieben. In derartigen Situationen ist der Verein immer näher zusammengerückt und gestärkt aus Ihnen hervorgegangen.

Sonst hätte man in diesem Jahr wohl kaum das 125jährige Bestehen feiern können. Und sonst wäre die MTV74 nicht 1986 mit der Sportplakette des Bundespräsidenten für besondere Verdienste um die Pflege und Entwicklung des Sportes ausgezeichnet worden.

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