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Was ist eigentlich Kanusport?
Kanusport ist die Fortbewegung mit muskelbetriebenen Booten auf Flüssen und stehenden Gewässern. “Kanu” - der Ursprung dieses Bootes ist im Einbaum des Altertums zu
sehen. Man unterscheidet heute im Kanusport zwischen zwei Bootstypen, dem Kajak und dem Canadier.
Der Kajak wird mit dem Doppelpaddel bewegt. Der Kanute sitzt im Boot. Der Ursprung des Kajaks ist in den Booten der Eskimos zu vermuten.
Der Canadier wird mit dem Stechpaddel fortbewegt, wobei sich der Kanute in kniender Position befindet. In einigen Canadiern wird heute aber auch gesessen. Der jetzige
Canadier ist der Nachfolger der Boote der nordamerikanischen Indianer.
Wir beschäftigen uns mit dem Bereich des Kanu-Breitensports. Dabei unterscheiden wir zwischen folgenden Arten:
1. Kanuwandersport
Damit ist die Durchführung von Flußwanderfahrten auf Kleinflüssen (Volme, Ennepe, Sieg, Agger...) sowie auf Großflüssen ( Rhein, Weser, Donau...) , mehrtägige
Wanderfahrten mit Zelt und Gepäck, Teilnahme an Verbands- und Bezirksfahrten, Kanucamps mit Befahrung verschiedener Flüsse, auch im Ausland (Belgien, Frankreich, Österreich) gemeint.
2. Kanuwildwasser
Gemeint sind hier Schulungs- und Führungsfahrten auf leichtem bis mittlerem Wildwasser in der näheren und weitern Umgebung, z.B. Eifel oder Bergisches Land. Für
erfahrene Wildwasserfahrer bieten wir auch Fahrten auf schwierigem Gewässer in den Alpen, z.B. Loisach, Ammer, Inn, Sanna oder Saalch.
3.Kanumarathon und -rallye
Diese Fahrten sind mit Volksläufen zu vergleichen. In den meisten Fällen muss innerhalb einer festgelegten Zeit eine bestimmte Strecke zurückgelegt werden. Es gibt
folgende Beispiele - Wesermarathon: 135 km in 14 Stunden
- Berlinmarathon: 42 km in 7 Stunden auf stehendem Gewässer
- NRW Rallye auf dem Rhein: 66 km in 6 Stunden
Wer kann nun diesen Kanuwander- und -wildwassersport betreiben?
Kanusport, wie wir ihn betreiben, ist ein Familiensport! Die Jüngsten der Familie bis etwa 7 Jahren fahren oft im Boot der Eltern mit, ab 7 Jahren etwa können die
Kleinen selbst aktiv Kanusport in Kinder- und Jugendbooten betreiben. Die Schwierigkeitsgrade der zu befahrenden Gewässer können je nach Erfahrung und Bootsbeherrschung gewählt werden. Das kann bis ins hohe Alter so
weitergehen, es gibt unter den Kanuten nicht wenige 80-jährige, die noch regelmäßig an den Rallyes und Marathonfahrten teilnehmen...
Im Übrigen gibt es auch eine große Zahl von körperbehinderten Kanuten, die diesen Sport in der freien Natur ausüben.
Wie wird der Kanusport in Ennepetal betrieben?
Der “Hausbach”, die Ennepe, bietet nicht alles, was das Kanutenherz höher schlagen läßt. Darum werden wir mit den Booten auf dem Autodach oder auf dem
Bootstransportanhängern zu den Flüssen in der näheren und zum Teil auch weiteren Umgebung anreisen, um diese dann mit dem Kajak oder Canadier zu befahren.
Zwischen den Fahrten des am Jahresanfangs ausgearbeiteten Fahrtenprogramms (siehe Veranstaltungskalender) können natürlich auch individuell geplante Fahrten unternommen werden. Die Wanderfahrten finden in der Regel an den Wochenenden und Feiertagen statt. Während der Woche wird im Sommer auf der Lenne in Hohenlimburg und im Winter im Schwimmbad Ahlhausen trainiert. Unter Anleitung eines ausgebildeten Übungsleiters und erfahrener Kanuten werden die Neulinge in die Techniken des Kanuwander- und wildwassersports eingeführt. Sie werden speziell mit Sicherheits- und Umweltproblematiken bezogen auf den Kanusport vertraut gemacht. Ihnen wird die Technik der “Eskimorolle” beugebracht.
Bei Mehrtagesfahrten wird die Verbindung von Sport, Abenteuer, Natur und Kameradschaft vermittelt. Bei solchen Gemeinschaftsfahrten wird im Zelt oder bei befreundeten
Kanuvereinen übernachtet.
Da die Kanusportabteilung der Milsper Turnvereinigung von 1874 e.V. Mitglied im Kanuverband NRW und somit auch im Deutschen Kanu-Verband (DKV) ist, können die Vereinsmitglieder an
allen Verbandsveranstaltungen teilnehmen und die Verbandseinrichtungen benutzen. Es gibt z.B. DKV-Zeltplätze und DKV-Heime, wo man kostengünstig übernachten kann.
Welche Kosten kommen auf den Kanusportler zu?
Neben den normalen Vereinsbeiträgen der MTV muss man mit folgenden zusätzlichen Kosten rechen:
Kunststoff-Kajak neu: 600 - 2000 Euro Kunststoff-Kajak gebraucht: 150 - 1000 Euro
Paddel: 100 - 350 Euro
Spritzdecke: 60 - 130 Euro
Schutzhelm: 35 - 120 Euro Rettungsweste: 40 - 200 Euro
Kälteschutzanzug: 100 - 200 Euro Paddelstiefel: 30 - 60 Euro
1. Jährliche Abteilungsumlage zum Unterhalt des vereinseigenen Fuhrparks. Das sind die vom Verein zur Verfügung gestellten Boote sowie Bootstransportanhänger für 16
Boote. Auch die Bootslagerräume werden davon unterhalten. 2. Alle Fahrkosten werden auf die Teilnehmer umgelegt. Das gilt auch für eventuelle Campingplatzgebühren. Um Kosten zu sparen, werden wenn möglich
Fahrgemeinschaften gebildet. 3. Ausrüstung: Um unseren Sport einmal probieren zu können, besteht in begrenztem Umfang die Möglichkeit, Ausrüstungsmaterial vom Verein zur Verfügung zu stellen. Bleibt man jedoch
dabei, wird es sich nicht umgehen lassen, eine eigene Kanuausrüstung zu erstehen. Um hier einen Überblick über die entstehenden Kosten zu geben, werden die Preise für die wichtigsten Ausrüstungsgegenstände
aufgelistet:
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